Montag, 24. September 2007

Ashford-Farben...

hatte ich schon im Frühjahr gekauft, aber bis jetzt noch nie den Mut gefunden, damit Wolle einzufärben.

Mindestens bis vor einer Woche.

Da packte mich das "Ich will jetzt auch! Andere habens auch geschafft! Die Wolle in euren Blogs sehen immer so toll aus!"- Syndrom.

Ich funktionierte kurzerhand eine kleine 'Gartengrümpelecke' in der Waschküche um, suchte die Elektroplatte, den seit Urzeiten ungenutzten Campinggasgrill, die ausgediente Emailpfanne ein alte Emailschüssel und einige sonstige Kleinigkeiten zusammen, et voilà:

Mein Farblabor



Dank diesem Buch, das mir wertvolle Anhaltspunkte zum Aufbereiten und Mischen der Farben, dem Erwärmen der Wolle und dem Färben selber lieferte, startete ich meine ersten Versuche in der



Heissfärbung von Wolle

Bei meinen beiden ersten Färbungen habe ich die Grundfarben Rot, Gelb, Blau punktuell aufgetragen. Herausgekommen sind zwei Herbstlinge.



















Aus den farbigen Spaghetti, hier links noch leicht köchelnd, entstand das Kinderlachen.






















Darf ich vorstellen: Kleewiese. Diese Grüntöne haben mir so gut gefallen, dass ich sie gleich nach dem Trocknen anstricken musste.

























Stiefmütterchen Kardband und Sockenwolle

























Und zu guter Letzt: Big und Little Pumpkin





















Sonntag, 23. September 2007

Unter die Büsche...

geschüttet habe ich die Farbflotte mit den verbrauchten und ausgelaugten Nussschalen. Der Färbemarathon ist beendet.

Und hier die Ergebnisse der fünften Färbung:
Farbflotte mit getrockneten, inzwischen schwarzen Nussschalen (3 Std. im warmen Wasser eingeweicht) ergänzt.
96 Std. im Farbbad eingelegt. Ergibt kein Rotbraun mehr, sondern ein Messingbraun.

Tweedwolle
(Wolle/Seide/Acryl)




Schal gefilzt
aus Merinowolle




















Sonntag, 16. September 2007

Kater Moritz....

nach draussen verbannt, damit ich euch in Ruhe und ohne Reingeplapper seinerseits die Ergebnisse meines Färbemarathons mit den frischen grünen Schalen der Baumnüsse vorstellen kann.
Bis jetzt kann ich vier Färbedurchgänge zeigen. Der fünfte ist noch am "bädele".
Und wohlbemerkt, es handelt sich immer um dieselbe Farbflotte.

Erster Durchgang

96 Std. im Farbbad. Sehr intensiv und zum Teil sehr dunkel.

Von links nach rechts: 2x Sockenwolle, Merinokardband, Merino/Seidekardband, Seide. Die Seide könnte ich zwei Wochen in der Flotte lassen, sie nimmt nicht mehr Farbe auf. Und rote Farbpigmente schon gar nicht.
Die dunkle Sockenwolle habe ich schon angestrickt. Die weissen Stellen der zweiten Strange erhalten eine andere Farbe.


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Zweiter Durchgang

48 Std. im Farbbad.

Von links nach rechts: Merinokardband, Sockenwolle weiss und hellgelb, Seidengarn, Wolle/Baumwollgarn.<- auch hier ein interessantes Resultat: keine Spur rötlich, dafür graustichig. ................................................................................

Dritter Durchgang


48 Std. im Farbbad.


Von links nach rechts: Sockenwolle mit Bambus, Merino/SeideKardband, Merinokardband hautfarbig.
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Vierter Durchgang


24 Std. im Farbbad. Noch nass, trocken etwas heller.

Von links nach rechts: Sockenwolle, Merinokardband. Hier habe ich vergessen, das Kardband in einen alten Vorhang zu packen, damit die Pflanzenteile nicht an der Wolle hängenbleiben. Jetzt muss ich sie rauspicken.

Soviel für den Moment. Nun noch das Schlussbouquet.



Samstag, 15. September 2007

Zwischenspiel...


Aber Hallo! Da ist doch was falsch! Was ist denn das da in der unteren rechten Ecke? Sicher keine Wolle!!!



"Ja jetzt schau nicht so doof in meine Richtung! Ich passe schliesslich ausgezeichnet dazu!"








"Und überhaupt! Um
und auf Wolle ist es mir sooo pudelwoo
ohhhl! Uahh! -
Obwohl: Pudeliges oder sonstige kläffende Vierbeiner mag ich eigentlich gar nicht. -
Letzthin, da kam doch dieses neue kleine tappelige Hundesubjekt des Nachbarn auf mich zugerannt und hat mich dumm angeglotzt.

Da hab ich meine Krallen ausgefahren, ausgeholt und diesem aufdringlichen Puppymonster eins über die Na....

Was? - Ja Frauchen. Ich hör ja schon auf. - Ja,
ja, gar keine schöne Geschichte! - MhM! Er hat geheult und gequitscht wie ein Ferkeli! Und ist mit eingezogenem Schwanz abgezapft. - Ob es mir Leid tut?.........Kommen wir doch zum Thema zurück!"

"Was meinst du? - Ich soll mich mit dazulegen? - Aber mit dem Rücken gegen dich, damit man meine schöne Fellzeichnung sieht. Gäll, Nina-Baby, du magst ja Getigertes. Ich habe deine schönen Socken gesehen. Und die Schuhe erst!"



"
Au!! Was war denn das jetzt?! - Ok! - Tschuldigung Nina! Ich soll
nicht so frech sein! Ich meinte natürlich Lady, nicht Baby." - Schäm.



"Ach ja! Und morgen zeigt Frauchen dann ihre Nussschalenfärbergebnisse."

Mittwoch, 12. September 2007

Was tut frau...

wenn sie sich unbedingt fotografieren lassen will und niemand da ist, der das übernehmen könnte?.........Selber machen!!!

Frau verdreht und verrenkt sich vor einem Spiegel - immer Gefahr laufend, das Gleichgewicht zu verlieren, einen Nerv einzuklemmen oder von der Hexe einen Schuss in die Kreuzgegend abzubekommen.

Frau versucht verschiedene Kameraeinstellungen wie Macro, Selbstauslöser, Selbstportrait, mit oder ohne Blitz aus.

Frau löst das Bild über dem Kopf, blindlings hinter dem Kopf oder die Kamera Kopfstehend aus und hofft, dass es erstens erkennbar scharfe Bilder gibt und zweitens überhaupt das Richtige auf dem Foto zu sehen ist und nicht nur ein Hinterteil.

Auf jeden Fall waren einige gute Dehnübungen dabei.

Und das alles um euch meinen fertigen kleinen Schultershrug aus dem Buch Lace Style zu zeigen.










Samstag, 8. September 2007

Ja, ihr habt....

natürlich alle recht.
Die grünen Nussschalen sind zum Färben gedacht. Sie ergeben ein wunderschönes einmaliges Rotbraun, das man mit keiner Farbe sonst erzielen kann.
Mit Nussschalen gefärbt habe ich das letzte Mal vor etwa zwölf Jahren. Und den Pullover, den ich daraus gestrickt habe, ist immer noch einer meiner liebsten.
Ein richtiger Herbstpulli. Weit, bequem, warm genug, um bei Sonnenschein durchs Herbstlaub zu schlendern.



Und für dich Hilde, und andere Interessierte, versuche ich den Ablauf meiner Kaltfärbung hier niederzuschreiben. Eine Färbemethode, die eigentlich so gar nicht mehr in unsere schnelllebige und "alles sofort" Zeit passt, da sie ein längeres Zeitvolumen beansprucht.

  • Pro 100gr Wolle braucht es ca. 1kg frische grüne Nussschalen.
  • Diese etwas zerkleinern und 24 Stunden in kaltem Wasser stehen lassen. Oder man beginnt gleich mit der Färbung und lässt alles einen Tag länger ziehen. (Für die Bequemen wie mich)
  • Die Wolle ca. 1 Stunde in leichtem Seifenwasser einlegen und spülen.
  • Nun abwechselnd lagenweise die Schalen und die Wolle in eine Plastikwanne oder -kessel legen.
  • Die Wanne vorsichtig mit dem Einlegewasser und kaltem Wasser bis zum Rand füllen.
  • Evt. mit einem grossen Deckel und einem Stein das Ganze unter den Wasserspiegel drücken, aber nicht pressen.
  • 72 , evt. sogar 96 Stunden sollte das Färbgut in der Flotte bleiben, aber man kann ruhig schon ab 24 Stunden mal nachschauen, wie intensiv die Farbe schon ist.
  • Die Wolle herausnehmen und ohne Auswaschen gut an der Luft trocknen lassen. Das fixiert die Farbe.

  • Die getrocknete Wolle ausschütteln und von den Schalenresten befreien. Nachher auswaschen.
  • Die Farbflotte kann für eine weitere Färberunde verwendet werden. Die Farbtöne werden einfach immer heller.
So, jetzt wünsche ich euch allen viel Vergnügen beim Ausprobieren. Meine Ergebnisse zeige ich euch, sobald alle Färbedurchgänge beendet und alles schön gepützelt und dargetan ist.

Sonntag, 2. September 2007

Sonntagsarbeit...

Heuer ist ein richtig tolles Nussjahr. Die Bäume sind prallvoll mit Nüssen behangen, egal ob Haselnussstrauch oder Walnussbaum. Und so beschlossen wir, den Sonntagsspaziergang nach den Nussbäumen auszurichten und deckten uns mit Plastiksäcken ein.
Nein nein. Wir stiegen schon nicht in fremde Gärten ein oder stahlen die Nüsse auf der Weide den Bauern weg. (Höchstens wenn die Äste weit über den Zaun auf den Weg ragten, ein bisschen).
Und das ist unsere Ausbeu
te:




Schon etwas von Müdigkeit gezeichnet von unserem zweieinhalbstündigen Ausflug mussten die Baumnüsse noch aus ihrer grünen Aussenschale gepellt werden. Das sah dann so aus:




Die Nüsse wurden zum Trocknen ausgebreitet, und die grünen Schalen.....
Ja ratet mal, was habe ich wohl mit denen vor?