Montag, 25. Januar 2010
Freitag, 25. Dezember 2009
An diesem Erdenort....
enet dem Teich, wo Frau im Dezember im leichten Sommerkleidchen und mit Sonnenhut und Sonnenbrille bewaffnet herumwandelt, wo sie schon seit Unendlichkeiten Socken weder angeschaut, geschweige denn getragen hat, wo um Palmen gewickelte Lichterketten und Plasiktannenzweiggirlanden sie an die nahende Weihnachtszeit erinnern sollen, wie soll denn so ADVENTSSTIMMUNG aufkommen?
Abhilfe musste her und so beschlossen wir, unsere stimmungsausgehungerte Seele in der immer wieder wunderschönen Seinestadt Paris, unserem zweiten Reisestopp, aufzutanken.
Und ich muss sagen, unsere Oohs und Aahs wollten nicht mehr verstummen. Die Champs-Elysees war hell erleuchtet, es flimmerte, funkelte, bewegte sich und wir wurden von all dem Lichterglanz und der Adventspracht fast erschlagen.
Viele Leute waren noch unterwegs (es war immerhin schon gegen 22:00h), um in den noch geöffneten Geschäften ihre Weihnachtseinkäufe zu tätigen.
Wir hatten Hunger vom vielen Staunen und setzten uns in eines der vielen Bistros. Besser gesagt: wir setzten uns draussen hin, wo es wunderbar warm war, da vier, mit Gas betriebene, Laternen den Aussenbereich beheizten.
Mit der sagenhaften Kuppel des legendären Kaufhauses Lafayette verabschiede ich mich in die Weihnachtszeit und wünsche Euch allen ein
wunderschönes Weihnachtsfest
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Montag, 21. Dezember 2009
Dank diesem kleinen Appärätli...
kann ich mich jetzt auch in der lieben alten Heimat Schweiz mit dem unendlichen World Wide Web einlassen und euch berichten.
Ich bin ja so froh, dass wir unseren "expatriate home leave" oder: Heimaturlaub vor diesen grossen Schneestürmen in den USA angetreten haben und einen Tag vor dem grossen Schnee in Europa heimischen Boden betraten.
Obwohl, die erste Etappe von San Jose nach Amerika war auch nicht ganz ohne. 350 km vor Landeziel Housten kam die Durchsage, dass wir jetzt noch eine Extraschlaufe ziehen würden wegen erschwerten Wetterbedingungen und Verspätungen am Zielort. Und schon drehten wir ab.
Unter erschwerten Wetterbedingungen konnte ich mir nicht viel vorstellen, denn ich stelle mir Texas immer als sonniges, steppenartiges, trockenens Kuhland vor.
So wie man es von "DALLAS" her kennt. Oder hast du je JR im Regen stehen sehen?
Aber die Landung war wirklich etwas Besonderes:
Sobald der Sinkflug begann, verschwanden wir in einer dicken Wolkenwand. Nach ca. 15 Min. wurde das Räderwerk ausgefahren und die Bremsklappen an den Flügeln hochgestellt. Weitere 5 Min. verstrichen und wir befanden uns immer noch in der dicksten Nebelsuppe.
In meiner ganzen Fluglaufbahn habe ich noch nie so etwas erlebt. So langsam wurde es mir ganz Gschmuch im Buuch und ich fragte mich, wie denn ums Himmels Willen hier eine Navigation funktionieren kann.
Sohnemann reagierte darauf überaus cool: "Weisst du Mama, das ist überhaupt kein Problem. Der FlugCaptain hat mir das beim letzten Mal, als ich ins Cockpit durfte, gezeigt.
Er hat nämlich einen Computer und darauf sieht er alles ohne Wolken und somit ist die Landung für ihn überhaupt kein Problem".
Naja. Dein Wort in Gottes Ohr.
Die Nebeldecke lichtete sich.----und 20 Meter unter uns ---- die Landbahn.--- Und schon setzten wir auf.
Das war echt unglaublich.
Man sah wirklich nicht sehr weit.
Nun mussten wir vier Stunden auf unseren Anschlussflug warten. Der Flughafen war ziemlich langweilig und ohne VertreibdirdieZeit- und Shoppingmeile.
Aber etwas Interessantes fand ich doch: SUPERCOOLE Werbung. Seht ihr das Besondere?
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Freitag, 4. Dezember 2009
Mama!...
Mamaaaaaaaa!!!
Papa sagt, es hat das erste Mal geschneit in der Schweiz!!!
Und ich habe es verpaaaaasst!! Das kann doch nicht sein!! So gemein!!
Ich habe die Hitze hier saaatt!! Ich will auch Schnee haben!
So tönte es ziemlich lautstark aus Sohnemannns Hals von der unteren Hausetage zu mir herauf.
Ja was sollte ich da sagen? Ich schickte ihm ein achselzuckendes Mmh! herunter.
Auf wundersame Weise schwang sich Sohnemanns Ausruf in die Luft, schwebte immer höher und trug sich übers Universum bis in die Schweiz.
Dort hörten es die Schneeflocken und eine unter ihnen hatte erbarmen. Anstatt zu Boden zu fallen machte sie rechtsumkehrt, stieg wieder in die Höhe bis ins Weltall und lies sich schwerelos in Richtung Costa Rica treiben.
Doch es erwarteten sie Schwierigkeiten.
Zuerst versuchte ein durch das All ziehende, alles in sich saugende Tornadomonster zu verschlingen. Die Schneeflocke wurde herumgewirbelt,
immer schneller und schneller drehte sie sich bis sie so rund und glatt wie ein PingPongBall war. Mit allerletzter Kraft sprang sie gegen die innere Tornadowand, prallte ab und bugsierte sich so aus dem Schlund heraus und konnte dem Sog entringen.
Kaum hatte sie sich etwas erholt, bissen sich hunderte von Microeissternen an ihr fest, rammten ihre scharfen Spitzen in die filigrane Hülle der Schneeflocke um sie auszusaugen.
Aber zum Glück kamen in diesem Augenblick die ersten Sonnenstrahlen hinter der Erde hervor und die Microeissterne liessen von der Schneeflocke ab und zogen sich ins Dunkle des Alls zurück, den Sonnenlicht bedeutet ihren Tod.
Am frühen Morgen des folgenden Tages hatte es die Schneeflocke geschafft und landete an der Fensterscheibe von Sohnemanns Zimmer.
Die Sonne war schon aufgegangen und es fehlte nicht mehr viel und die Strahlen würden direkt ans Fenster scheinen und es erwärmen.
Würde Sohnemann sie noch rechtzeitig entdecken, bevor sie wegschmilzt? War die Reise umsonst gewesen?
Mit letzter Kraft klopft sie an die Scheibe. - Nichts regt sich. Sie probiert es noch ein zweites Mal. - Der Vorhang wird aufgezogen.
Zwei Augen starren sie an. "WOW! Eine Schneeflocke!"
Sohnemann nimmt sie vorsichtig vom Fenster und küsst sie.
Und BOUM! gibt es einen Knall!
Die Schneeflocke hat sich in eine richtige Garnflocke verwandelt.
Von da an muss sie keine Angst mehr haben in der Sonne dahinzuschmelzen. Und langsam aber sicher hat sie sich an das hiesige Klima gewöhnt und am liebsten geniesst sie das Leben in der Hängmatte unter den Palmen.
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Sonntag, 3. Mai 2009
Recycling....
war diese Woche angesagt.
Angeregt durch diverse ravelryGruppen entschloss ich mich, den Stapel ausrangierter, zu kleinen oder nicht mehr gewollten T-Shirts einem neuen Zweck zuzuführen.
Ich griff zu meiner stärksten Schere und zerschnitt die T-Shirts in Streifen.
Ich habe sie quer zugeschnitten.
Pedanten(innen) würden sie wohl längs zuschneiden. -Ja wegen den Seitennähten!, die im neuen Garn nicht vorhanden sein sollen! Aber das finde ich gerade das reizvolle daran und es ist so "pure recycling".
Als erste Arbeit entstand der
3 Hour/3 T-Shirt Basket:
Gehäkelt mit NNr 8 in festen Maschen. Für einen stabilen Rand und eine gute Form die letzte Runde im Krebsgang gearbeitet.
Verbraucht habe ich drei gestreifte T-Shirts à 20m Garn.
Irgendwie fehlte noch etwas und so habe ich der Jahreszeit angepasst drei Frühlingsblumen gefilzt (gut, es ist die verinnerlichte Jahreszeit, denn wir haben hier Ende Trockenzeit) und angenäht.
Zwar schmerzt jetzt das Handgelenk von der strengen Häkelarbeit, aber ich mag das Ergebnis sehr und es schmückt jetzt meinen Arbeitstisch.
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Donnerstag, 23. April 2009
Grün ging's....
weiter an diesem Wochenende. Das erste Mal hier in Costa Rica habe ich die Waschküche in eine Färbeküche umgewandelt. Ich wollte unbedingt die Knäuelfärbung ausprobieren, die ich in einigen Blogs angetroffen hatte.
Eine langweilig olivegrüne Sockenwolle wurde zuerst in zwei 50gr Knäuel und dann gemeinsam zu einem lockeren 100gr Knäuel gewickelt.
Und ein weisser Merino/Leinen-Strang zu einem einfädigen 55gr und einem doppelfädigen 45gr Knäuel.
Vorbereitet habe ich die Ashfordfarben Blue, Teal und Yellow und in Trinkflaschen mit 'Nuggi' abgefüllt.
Ich war ja so gespannt und voller Vorfreude wie bei meinen allerersten Färbversuchen. Denn diese Färbetechnik gibt einem ja die Möglichkeit, einen Verlauf in ein Strickstück zu bringen, das mit einer Farbe beginnt und mit einer anderen Farbe endet.
Gearbeitet habe ich über dem Spültrog. Die Wolle legte ich in ein altes Sieb, das ich an den Wasserhahn hängte. Das Sieb ist ja beweglich und so kann man die Wolle leicht kippen und schräg halten, damit die Farbe so fliesst wie man es will. Und die überschüssige Farbe kann entweichen. Darunter stellte ich ein Plastikbecken zum Auffangen der auslaufenden Farbe.
Bei der grünen Wolle arbeitete ich von der Mitte nach aussen mit Gelb, Teal und Blue dem Rand entlang. Es ist wirklich schwierig, das Innere des Knäuels zu färben, denn meistens werden nur die Aussenschichten mit Farbe gesättigt. Und so muss man die Aussenschichten etwas zur Seite schieben, um an die inneren Wollfäden zu gelangen. Aber mit den Trinkflaschen klappt das ganz gut.
Die weissen Knäuel badete ich zuerst beidseitig im Auffangbecken, in dem sich die Farben zu einem wunderschönen, zarten Lindengrün gemischt hatten und beträufelte sie dann mit den Gelb- und Blautönen.
Und hier meine Ergebnisse:
Aussen sieht der Farbverlauf ja perfekt aus. Aber im Innern kommen doch noch helle Stellen zum Vorschein.
Anyway. Ich bin schon tierisch gespannt, wie diese Färbungen verstrickt aussehen.
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