Dienstag, 19. August 2008

Es müsste ja auch....

mir klar sein, dass ein Link zu Ravelry nicht einfach so funktioniert, da frau ja "dabeisein" muss, um ihn öffnen zu können.

Also hier eine Erläuterng meines Vorhabens:
Meine Ravelympic-Challenge besteht darin, während der Olympiade in Beijing in den Farben der fünf olympischen Ringe Wolle zu karden, aus dem Vlies ein Garn zu spinnen und aus dem Garn eine Kopfbedeckung zu stricken oder zu häkeln.

Das heisst: Ich habe es geschafft, wenn am Ende der Schlussfeier am nächsten Sonntag fünf Kopfbedeckungen in den fünf Farben der Olympischen Ringe fertig sind.

Ja, die Zeit wird knapp. Einiges ist schon geschafft und ich bleibe dran.

Anyway. Hier meine erste Kopfbedeckung in Ringfarbe Blau:



Gestrickt. Vorlage: Urchin

Freitag, 8. August 2008

Es ist 6:15h....

morgens und ich sitze mit meinem ersten Cafesito vor dem TV und schaue mir die Eröffnungszeremonie von Beijing an.


Sie ist wunderschön. Und doch gehen mir diese starren, gedrillten, militärischen Bewegungen durch Mark und Bein.
Da tut mir der Einlauf der Amerikaner richtig gut. Kontrastprogramm pur-> Locker, gelassen, "schwingend" schlendern sie in Grüppchen als langer Tatzelwurm in die Arena.
Und habt ihr die flotte Schweizeruniform gesehen?


So, jetzt ist es Zeit mit meiner Ravelympic-Challenge ( siehe rechts) zu beginnen. See u.

Sonntag, 15. Juni 2008

Weltstricktag....

fand gestern auch in Costa Rica statt.
In Ravelry erfuhr ich, dass auch hier ein Stricktreffen durchgeführt wird.



Ich dachte mir, das ist eine gute Gelegenheit, um hiesige "strickwütige" Leute kennenzulernen. Und so machten wir uns auf den Weg nach Heredia. Das ist ungefähr eine 20 Minütige Autofahrt von uns entfernt (bei normalem Autoverkehr). Ist man aber um die Mittagszeit unterwegs, dehnt sich dieser Weg fast auf das dreifache aus. Das Einkaufszentrum war schnell gefunden und das Coffee Haus samt strickenden Frauen auch.
Die Gruppe setzte sich aus Leuten von Amerika, Japan und Einheimischen zusammen. Ich wurde herzlich aufgenommen, und wir unterhielten uns mal in Englisch (gut, ich mit meinem Radebrechenenglisch, aber ich wurde eigentlich immer verstanden), mal in Spanisch.
Die Themen unterscheiden sich überhaupt nicht von schweizerischen: Mit was für Material strickst du? Nach was für einer Vorlage? Kennst du dieses Buch? Darf ich mal in jenes Heft schauen? Wo kaufst oder bestellst du diese Wolle?
Es hat mir auf jeden Fall gut gefallen, und ich freue mich auf einen nächsten Anlass.



Zum Stricken habe ich meine Reisesocken mitgenommen. Das heisst, die Strickarbeit, die ich mir für die lange Hinreise vorbereitet hatte. Obwohl, Socken brauche ich im Moment hier wirklich nicht, bei Tagestemperaturen bis 30°.



Ach ja. Beim Bambuspulli bin ich bei den letzten Verkreuzungen angelangt. Und der Ausschnitt will noch nicht so wie ich will.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Eigentlich habe ich....

vor unserer Abreise mehr als genug zu tun, aber ich war schon ganz zittrig und rastlos vor lauter Strickentzug.
Also musste schleunigst eine Arbeit her.
Gott sei Dank kam ein Strickheft im Bücherregal zum Vorschein, und ein Bambusgarn lachte mich auch bald an.
Und so konnte ich mit meinem Frühlingspulli loslegen.
Den langweiligen Strickteil habe ich über die Pfingsttage hinter mich gebracht,

wobei ich das “mindless knitting” (nach Katia) sehr genossen habe. Ich konnte in der Sonne sitzend meine Gedanken ordnen und ein paar Gänge herunterschalten. Geht es euch auch so, dass das Stricken beruhigend wirkt und euch klarer denken lässt?
Laut Anleitung wären diese Teile mit linken Maschen gestrickt worden, da ich die aber nicht besonders mag, habe ich alles rechts gestrickt und jetzt die Teile gewendet.


Tja, und nun gehts ans Eingemachte, denn jetzt erwarten mich 13 verschiedene Verkreuzungsmöglichkeiten, um den Musterteil zu arbeiten.



Ja, ja, ich weiss schon, das entlockt einigen von euch höchstens ein entspanntes Achselzucken. Aber ich bin den Maschenverkreuzungen bis anhin aus dem Weg gegangen, da ich mit der oder den Zusatznadeln, die frau dazu benötigt, immer auf Kriegsfuss stehe.
Entweder sie rutscht mir weg und fällt runter und ich habe eine Fallmasche, halte ich zwei Nadeln in einer Hand habe ich ein "Ghüder" mit den Nadelspitzen und kann den Strickfaden nicht umschlingen, geschweige denn durchziehen oder ich ramme mir die Zusatznadel fast in die Brust, stecke ich sie in die Strickarbeit, damit sie mir nicht entwischt.

Aber für dieses Endergebnis werde ich das alles in Kauf nehmen. Dafür lohnt sichs doch, oder?

Montag, 21. April 2008

Richtige Richtung

Ja, ihr habt voll ins Schwarze getroffen.
Ab Ende Mai wird San José, Costa Rica unser vorläufiges Zuhause sein.



Ich werde unser Abenteuer hier ein wenig dokumentieren. Vamos a ver. Venga lo que venga.

Sonntag, 13. April 2008

Ich habe natürlich....

nicht einfach vergessen aufzuschreiben, wohin wir auswandern werden. (Wobei auswandern der falsche Ausdruck ist, da wir die Zeitdauer gar noch nicht genau wissen. Die ist von geschäftlichen Gegebenheiten abhängig.)

Ich möchte euch ein bisschen raten lassen, wohin es uns verschlägt.
Ein paar Hinweise gebe ich euch:

Die Landfläche ist etwas grösser als die der Schweiz.
Es grenzt an zwei Meere.
Die Hauptstadt befindet sich über 1100m über Meer.
Und trotzdem wird es nie kalt.
Ich müsste theoretisch nie Socken anziehen.
Höchstens wenn ich auf einen Vulkan steige.
Ich finde dort Strand und Palmen, aber auch Tannenwälder und Kühe.
Und nicht zu vergessen die Nationalparks und Reservate in den Regenwäldern.
Die Flora- und Fauna-Welt ist unbeschreiblich, und ich kann mich bis zum Abwinken an meinen geliebten Orchideen sattsehen.
Oder an Urtierchen wie Geckos, Eidechsen und Leguanen.
Ich kann in einem tollen Früchteangebot schwelgen: Mango, Papaya, Ananas, Honigmelone, Wassermelone, Banane, ...
Meine geliebte Yucca und die Kochbanane werde ich dort auch finden. Gebraten, frittiert und als Chips.
Fleisch ist eher rar und meistens zäh. Gegessen wird Huhn oder Fisch.
Wein wird nicht angebaut (ist das eine Marktlücke?), dafür Kaffee.
Der Käse schmeckt wie Gummi.
Ich muss damit rechnen, dass öfters der Strom ausfällt (vorallem in der Regenzeit) oder wir kein Wasser haben.
Dass die Erde ab und zu bebt ist normal und gehört zum Alltag.
Das Leben findet vorallem draussen statt.Die Leute sind freundlich, hilfsbereit und redselig.
Die Landessprache ist eine Weltsprache.

Na, seid ihr auf einer Spur?

Mittwoch, 2. April 2008

Jetzt muss es raus...

Ich werde euch verlassen.

Ich werde bald meiner Heimat den Rücken kehren und weit weit wegziehen.
Das Komische ist nur, dass das die wenigsten bemerken werden, da ihr ja weiterhin in meinem Blog lesen könnt. Denn das ist ja unabhängig von irgendwelchen Distanzen.
Ist das Internet nicht eine wunderbare Sache? Ich liebe es. Denn so kann ich mit euch in Verbindung bleiben.
Nur die beliebten und gehaltvollen Strick- und Spinntreffen werde ich nicht mehr besuchen können.

Zur Zeit sieht es in unserem Haus ziemlich grauslig und ungemütlich aus. Überall stehen leere, halbvolle und bereits gefüllte Zügelschachteln herum. Sie versperren einem den Weg. Sie stehen vor einer Kommode oder einem Kasten, den man jetzt unbedingt öffnen muss oder es ist bereits etwas eingepackt, was man doch noch braucht. Chaos total. Übersicht habe wer wolle.
In mein Atelier mag ich schon gar nicht mehr gehen. Alles liegt ausgebreitet herum und will geordnet und sortiert werden. Was ist Thema Spinnen oder Stricken oder Schule, Filzen, Nähen? Was bleibt da, was kommt mit, was wird entsorgt? Braucht die Nähmaschine noch ein Ersatzbirnchen? Wieviele Schachteln darf ich für mich beanspruchen? Wer hilft mir?
Mein Herzallerliebster winkt dankend ab, dreht sich elegant auf den Absätzen herum und säuselt etwas über die Schulter zurück, wie: Selber Schuld. Brauchst ja nicht jedes Fädchen, Stöffchen und Wöllchen zu sammeln. Das ist deine ->(mit dem Finger zeig) Leidenschaft.- Aber ich bestelle dir gerne eine Mulde und helfe dir beim Füllen.

(( >*/o < hlm+=!!!* _*grr%! = RACHE IRGENDWANN

Tja. Leidenschaft die Leiden schafft.

Sicher ist nur die Deadline, wenn dieses Chaos schön geordnet und adrett in Reih und Glied dastehen soll. Sauber durchnummeriert und klar angeschrieben, was der Inhalt eines jeden Kartons ist.
In zwei Wochen wird alles verladen.

Und dann noch soviel zu meiner Leidenschaft:
Joshua hat heute spontan aus dem Karton "gefilzte Figuren/Spielsachen" diese Landschaft gezaubert.