Freitag, 11. Januar 2008

Seufz....



Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende.

Montag, 7. Januar 2008

Zuerst die....

Arbeit, dann das Vergnügen.

So lautet ein Sprichwort.
Und genau so haben wir das alte Jahr beendet, und das neue Jahr begonnen.

Also nun mal der Reihe nach:
Nach den Weihnachtsfesttagen wurde uns dieses Ungetüm vors Haus gestellt.



Und in den folgenden Tagen waren wir damit beschäftigt,vom Estrich beginnend uns durchs ganze Haus bis in den Keller durchzuarbeiten und uns von allem Überflüssigen zu trennen.
Die härteste Arbeit war für mich zu Beginn
, nicht jedes Ding noch dreimal in den Händen herumzudrehen und mich zu fragen, ob ich es eventuell nicht doch noch einmal gebrauchen könnte. Doch mit der Zeit fiel mir das Loslassen immer leichter und plötzlich machte es sogar Spass, sich vom Alten zu lösen und für Neues Platz zu schaffen.
Am letzten Tag des alten Jahres war das Werk vollbracht: Die Mulde war prall gefüllt und wurde abgeholt. Ein letzter Gruss und ein fliegender Handkuss verabschieden Losgelassenes.



So, jetzt konnte das Vergnügen beginnen.

Am zweiten Tag des neuen Jahres bestiegen wir ein Flugzeug und landeten in



Zum ersten Mal besuchen wir ein nördlich gelegenes Land. Wir sind gespannt und werden nicht enttäuscht.
Stockholm ist wunderschön. Das Venedig des Nordens. Grössere und kleinere Inseln, verbunden durch Brücken, bilden die Innenstadt.

Der älteste Stadtteil heisst Gamla Stan. Hier steht der Königspalast und befindet sich die Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Flair. Und hier steht auch das älteste Kaffeehaus Stockholms, Sundbergs Konditori, inzwischen über 200 Jahre alt.



Der Saga nach gibt es einen Geheimgang vom Schloss dorthin, den Gustav III. benutzte, wenn ihn der Appetit auf Süsses überkam. Auch wir konnten den süssen Versuchungen und dem Ambiente nicht wiederstehen.



Hier in Gamla Stan fand ich auch diesen hübschen Wollladen, Anntorps Väv, mit einer tollen Auswahl an schwedischen und dänischen Wollgarnen, an NORO Wolle und an selbstgefärbtem Seidenlacegarn.
Und hier meine Mitbringsel an Wolle :


NORO Silk Garden


Handgefärbtes Seidengarn

Von unseren Museumsbesuchen möchte ich noch das Vasa Museum erwähnen. Das meistbesuchte Museum Schwedens zeigt das Kriegsschiff "Vasa", das bei seiner Jungfernfahrt 1628 nach 20 Minuten gesunken ist. 1961 wurde das Wrack gehoben und in jahrelanger Kleinarbeit restauriert.
Stolz steht es nun da und ist ein ganz besonderer und beeindruckender Zeuge vergangener Zeiten.



Was jetzt nur noch aus gewachstem Naturholz dasteht, war ursprünglich ein überaus farbiges Schiff mit unwahrscheinlich prunkvollen Schnitzereien.



Das einzigste, was mir an Stockholm nicht gefallen hat, war diese bissige Bise, die ihren Weg durch sämtliche Stofflagen fand und einem schnell das Gesicht erstarren liess.
Zum Glück hatte ich noch rechtzeitig meine Dreispiralenkappe fertiggestrickt, die ich nun tief in mein Gesicht ziehen konnte.






Dreispiralenkappe, gestrickt aus meiner ersten selbstgefärbten Dochtwolle
Herbstling , mit einem Lurexfaden bereichert. Nadeln Nr. 7,5

Anleitung: Grundlage war der
Three-Spiral Hat von Elizabeth Zimmermann
aus "The Opinionated Knitter".


So, damit endet mein erster Eintrag im neuen Jahr. Ich hoffe, ihr seid alle gut gestartet und grüsse euch ganz herzlich.

Montag, 31. Dezember 2007

Auf ins 2008 !


Ich wünsche Dir ganz viele von diesen
lustigen, zielstrebigen Farbklecksen,
die im Laufe des kommenden Jahres
Dein neues, noch leeres Erlebnishaus
erstürmen, bevölkern und beleben und
Dir ein quirliges, spannendes
und aufregendes 2008 bescheren;
und Du am Ende in eine saftige,
reichverzierte Torte beissen kannst. -
Oder Dich zu einer lustigen Tortenschlacht
hinreissen lässt?


Sonntag, 23. Dezember 2007

4. Advent und Weihnachten



Die Englein putzen die Sterne blank

Die Englein putzen die Sterne blank.
Sie haben vor Eifer hochrote Bäckchen.
*
Sie hauchen und putzen stundenlang,
bis alles strahlt. Da bleibt auch kein Fleckchen.
Wißt Ihr, warum? Ich darf es Euch sagen:
*
Wer am besten putzt, darf den Weihnachtsstern tragen,
den schönen, goldenen Weihnachtsstern,
den trügen natürlich alle gern.
So geht es vor Weihnachten jedes Jahr.
Und denkt nur, wer diesmal der Sieger war:
Ausgerechnet der Allerkleinste.
Das hätte man gar nicht von ihm gedacht:
Aber sein Stern war wirklich der Feinste.
*
Solch ein Knirps – und hat’s schon so schön gemacht!
Wie das kam? – Ja, aber nicht weitererzählen:
*
Er hauchte und putzte und hauchte und rieb,
doch es half nichts. Er mochte sich noch so sehr quälen.
Der Fleck oben links in der Ecke, der blieb.
Und als es nun gar nicht gehen wollte,
und die erste Träne schon rund und dick
an der Nase herunterrollte,
erspäht er den günstigen Augenblick,
schlüpft hinaus und lief heimlich zum lieben Mond,
der ganz in der Nähe schrägüber wohnt.
Dem hielt er das Sternlein stumm vor’s Gesicht.
*
Reden konnte er wegen der Tränen nicht.
Der Mond sah sich prüfend den Schaden an.
„Eingerostet!“ sagte er dann.
„Neu versilbern! Was andres hat gar keinen Zweck.
Mit Reiben und Putzen geht das nicht weg.“
Da stand nun der Kleine und seufzte schwer.
Und fragte, warum gerade er
solchen schwierigen Stern bekommen mußte.
Und da nun der Mond das ja auch nicht wußte,
und das Englein so traurig vor ihm stand,
*
nahm er ihm schweigend den Stern aus der Hand
und spann ihn behutsam ganz dicht und fein
in seine silbernen Strahlen ein
und gab ihn zurück. Unser Engelbube
rannte schnell damit in die Sternenputzstube
und polierte ihn noch ein bißchen über.
Nein, war der blank! Alles staunte darüber.
*
Und dann wurde der schöne Stern gebracht,
der damals erschien in der heiligen Nacht.
Den darf er nun tragen zum Weihnachtsfest.



Euch allen wünsche ich frohe Weihnachten und eine erholsame und besinnliche Zeit mit vielen schönen und bereichernden Momenten und Begegnungen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

3. Advent


Ein Blümelein, so zart und weiss
das stieg in Wintertagen

empor zur Welt trotz Schnee und Eis

um nach der Zeit zu fragen
.

"Ich möchte", sprach es mit Bedacht

"mich nämlich gern bemühn
fortan in jeder Heiligen Nacht
für unsern Herrn zu blühn!

Soll denn das liebe Gotteskind
nicht eine Blume grüssen?

Was kümmert mich wohl Frost und Wind?

Ich will zur Christnacht spriessen!"

Der Wunsch drang bis zum Himmelsthron

dort ward erfüllt die Bitte!

Seitdem erwacht die Blume schon

genau in Winters Mitte!

Christrose heisst sie weit und breit

im Munde aller Frommen.
Gar bald ist wieder Weihnachtszeit

-
Christrose, sei willkommen!



Sonntag, 9. Dezember 2007

2. Advent


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Sonntag, 2. Dezember 2007

Letzten Mittwochnachmittag...

fuhr ich nach langer, langer Zeit wieder einmal ins Glarnerland.
Lismeta hatte anlässlich der Einweihung ihres hübschen neuen Ateliers zu einem gemütlichen Stricktreffen eingeladen. Und so sass dann eine lustige Frauenschar strickend oder in Büchern stöbernd rund um den grossen Tisch. Da ZiZi Geburtstag hatte, kamen wir in den Genuss eines feinen Schoggikuchens, der von Katia wunderschön mit einer Marzipanlismete verziert wurde.

Foto von Katharina (30.11.07)

Gearbeitet habe ich an einem neuen Schalprojekt aus dem Buch "Knitting New Scarves".
Vierecke, die zu Dreiecken werden. Wegen der grünen Wolle nenne ich ihn den Drachenschal.



Viel zu schnell ging der gemütliche Nachmittag vorbei.
Der Besuch im Glarnerland und Katias Haus, das sich in einer fürs Glarnerland typischen Häuserzeile befindet, hat bei mir viele Erinnerungen aus meiner Kindheit hervorgeholt. Als kleines Mädchen habe ich häufig meine Grossmutter in Glarus besucht, die ebenfalls in einer solchen Häuserzeile zu Hause war.